WAS MACHT EIN GUTES FOTO AUS?

 


1.) Motiv


Grundlage ist immer ein Motiv. Dies kann eine Person, ein Tier, eine Pflanze, ein Objekt oder ein Teil einer Landschaft sein. Die Aufmerksamkeit sollte möglichst einem bestimmten Motiv gewidmet werden, ansonsten findet der Betrachter in der Leere keinen Fokus und verliert schnell das Interesse. Auch das typische Landschaftsfoto braucht ein Motiv, genauer definiert ein Element das dem Betrachter spontan ansprechen soll.

 

Motiv


2.) Geschichte


Die Beziehung zwischen dem Motiv und der Umgebung (oder Betrachter), sowie der ausgeführten Aktion erzählt die Geschichte. Ein interessantes Foto zeigt die Verbindung zwischen dem Motiv und der Umgebung, diese kann dabei auch gezielt außerhalb des sichtbaren Bereiches liegen.

Es ist also wichtig, das Motiv vor dem "richtigen" Hintergrund zu fotografieren.

 

Geschichte

 


3.) Komposition


Mit der Anwendung einfacher Regeln kann man selten etwas falsch machen, schließlich haben sie sich seit hunderten von Jahren in der Kunst etabliert und helfen einen reizvolleren Bildaufbau zu erreichen.

Die Drittelregel, Goldener Schnitt, Symmetrien, Führende Linien, Komplementärfarben und Links-nach-Rechts-Regel sind nur paar wenige der bekanntesten Regeln. Sie zu (er)kennen und im richtigen Moment „automatisch“ einzusetzen erfordert Übung und Erfahrung, gerade besondere spontane Ereignisse sind oft von kurzer Dauer und warten nicht bis sich der Fotograf entschieden hat.

Regeln sind aber auch Einschränkungen, das wiederum passt nicht zur grenzenlosen Kreativität. Daher ist es nicht nur wichtig sie zu kennen, sondern bewusst zu brechen!

 

goldener Schnitt

 

 

 


4.) Nachbearbeitung


Das geschossene Foto beinhaltet noch so einiges an ungenutztem Potential, welches trotz modernster Bildverarbeitung und „KI“ innerhalb der Kamera nur in sehr begrenzter Form ausgereizt wird. Eine Kamera weiß schließlich nicht welche Vorstellung der Fotograf vom fertigen Foto hat.


Schon zu Analogzeiten in der Dunkelkammer war die individuelle Entwicklung mit Chemie und gezielter Belichtung ein essentieller Bestandteil der Fotografie. Der eigentliche Prozess hat sich heute bis auf die Werkzeuge wenig verändert.


Belichtung, Farbe und Kontrast sind Faktoren welche nachbearbeitet ein Foto völlig anders wirken lassen können. Gezielt eingesetzt, also in Teilbereichen eines einzelnen Fotos lassen sich so zum Beispiel wichtige Elemente hervorheben. Auch Schwarz-Weiß ist nicht einfach ein entsättigtes Farbfoto. Basierend auf einem Farbbild können alle drei Kanäle (Rot-Grün-Blau) entsättigt und getrennt von einander in Ihrer Helligkeit eingestellt werden, so zum Beispiel häufig über den „roten Kanal“ die Helligkeit der Haut unabhängig von Veränderungen in der Umgebung, oder über den „blauen Kanal“ den Himmel und damit die Struktur der Wolken verstärken. Es gibt in der Nachbearbeitung schier unendliche Möglichkeiten, übertreiben sollten Sie es aber nicht. Ein im Voraus gut gemachtes Foto braucht nur hier und da den kleinen entscheidenden Feinschliff.

 

Nachbearbeitung